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Express- Paket – IT

Auswirkungen von COVID-19 auf die Beförderung von Express- und Paketsendungen

22.08.2020

Auch wenn in Europa mittlerweile die sog. erste Welle mit ihren weitreichenden Beschränkungen am Abklingen ist, sorgt COVID-19 noch immer für erhebliche Beeinträchtigungen im Paket- und Expressbereich, insbesondere durch

  • verminderte Leistungsfähigkeit der Depots und zentralen Umschlagsstellen (HUBs) durch Schutzmaßnahmen, aber auch durch Krankheitsausbrüche
  • Kapazitätsprobleme wegen unplanbarer, teilweise extremer Mehrmengen (verändertes Konsumentenverhalten, Nachholbedarf bei der wieder anlaufenden Produktion)
  • fehlenden Frachtraum im Luftverkehr

Innerhalb Europas kommt es regional immer wieder zu deutlichen Verspätungen, bei weltweiten Verkehr zu Einschränkungen und Zusatzgebühren.
Wegen oft kurzfristiger Änderungen sollten Sie sich vor jedem Versand nach Asien, Amerika und Afrika auf den unten angegebenen Seiten der Transportdienste informieren!

Übersicht zu den aktuellen Auswirkungen bei den einzelnen Diensten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • fast alle Anbieter verzichten inzwischen bei der Übergabe auf Unterschriften
  • UPS setzt ab dem 26. März bis auf Weiteres die Geld-zurück-Garantie aus, seit April gelten in Deutschland verkürzte Zeiten für Abholung auf Abruf (i.d.R. nun 15-17 Uhr). Ab 1. Juli verlangt UPS für nationale Standard-Sendungen ein Zeitfenster von mind. 5 Stunden.
    Seit 12. April wird für alle internationalen Express- und Expedited-Sendungen ein ‚Peak Season-Zuschlag‘ erhoben. Zum 30. Mai wurde dieser für Importe aus Hongkong und China deutlich erhöht.
  • DHL Paket weist aufgrund des extrem hohen Paketaufkommens weiter teilweise zusätzliche Abholungen und Mehrmengen ab.
    Die Beschränkungen der Höchstmaße und -gewichte beim Produkt ‚Paket International‘ wurden für meisten europäischen Länder inzwischen aufgehoben. Für Italien gilt aber weiter: längste Seite max. 120 cm, Länge + Breite + Tiefe max. 150 cm, höchstens 25 kg.   
    Noch immer sind Lieferungen in diverse Länder Afrikas, Amerikas und Asiens nicht möglich.
    Ende Mai wurden Sendungen in wichtige Exportländer wieder angenommen, allerdings ist mit erheblich längeren Laufzeiten zu rechnen.
    Außerdem wird der „Krisenzuschlag International“ (bisher nur USA mit 2,20 € je angefangenem
    Kilogramm) für acht weitere Länder erhoben, zwischen 1,45 € / kg nach Japan und 3,60 € / kg
    nach Australien und Brasilien.
  • bei DHL Express kommt es aufgrund von Flugausfällen zu teilweise deutlich verlängerten Laufzeiten. Seit dem 1. April wird für internationale Express-Sendungen ein ‚Emergency Situation Zuschlag‘ erhoben (ab 7. Juni leicht verändert, für Importe aus Hongkong und China jedoch erheblich erhöht)
  • DPD hat Ende März die zeitweilig eingestellte Zustellung in die Paketshops wieder aufgenommen.
    Die wochenlange komplette Schließung des Depots Hückelhoven (NRW) wegen eines Corona-Ausbruchs wurde Anfang Juni offenbar aufgehoben.

Einschränkungen entstehen darüber hinaus vereinzelt noch durch behördliche Maßnahmen wie
– Schließung von Geschäften (betrifft auch Paket-Shops in verschiedenen EU-Ländern)
– Quarantäne-Anordnungen für bestimmte Gebiete (z.Zt. nur im Ausland)

Auf den Seiten der Transportdienstleister erhalten Sie Informationen über deren Umgang mit der Situation, über internationale Auswirkungen und in welche Sperrgebiete dennoch geliefert werden kann (die Darstellung der behördlichen Anordnungen erfolgt dort allerdings i.d.R. mit zeitlichem Verzug):
-> UPS
-> DHL PaketDHL Express
-> DPD