Auswirkungen von COVID-19 auf die Beförderung von Express- und Paketsendungen

04.04.2020

Bei allen Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 werden EU-weit Warenverkehre vorrangig behandelt, um Beeinträchtigungen der Lieferketten möglichst gering zu halten.

Alle Dienste arbeiten relativ stabil, auch grenzüberschreitend. Die Anzahl der Verzögerungen ist innerhalb Europas bislang überschaubar, von und nach Amerika gibt es jedoch inzwischen täglich massivere Probleme. Bitte informieren Sie sich vor jedem Versand dorthin unbedingt auf den unten angegebenen Seiten der Transportdienste!

Kurze Übersicht – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • fast alle Anbieter verzichten inzwischen bei der Übergabe auf Unterschriften
  • UPS setzt ab dem 26. März bis auf Weiteres die Geld-zurück-Garantie aus, ab 6. April gelten in Deutschland verkürzte Zeiten für Abholung auf Abruf (i.d.R. nun 15-17 Uhr)
  • DHL Paket beschränkt ab sofort das zulässige Volumen für das Produkt ‚Paket International‘ nach Frankreich auf 60x60x60 cm, kein Sperrgutverkehr
    Lieferungen in viele Länder Afrikas, Amerikas und Asiens sind z.Zt. nicht mehr möglich
    Außerdem wird für Sendungen in die USA ab dem 1. April ein Zuschlag in Höhe von 16,00 € pro Paket berechnet
  • bei DHL Express kommt es aufgrund von Flugausfällen zu teilweise deutlich verlängerten Laufzeiten, ab dem 1. April wird für internationale Express-Sendungen über 2,5 kg ein ‚Emergency Situation Zuschlag‘ erhoben
  • DPD hat am 25. März die zeitweilig eingestellte Zustellung in die Paketshops wieder aufgenommen, die Anzahl der Shops ist allerdings reduziert

Einschränkungen entstehen darüber hinaus durch behördliche Maßnahmen wie
– Schließung von Geschäften (betrifft auch Paket-Shops in Deutschland und den meisten EU-Ländern)
– Quarantäne-Anordnungen für bestimmte Gebiete (großflächig z.Zt. nur im Ausland)

Die aktuellsten Informationen zu behördlichen Sperrungen finden Sie in den Medien oder auf den Webseiten der Bundesländer.

Auf den Seiten der Transportdienstleister erhalten Sie Informationen über deren Umgang mit der Situation, über internationale Auswirkungen und in welche Sperrgebiete dennoch geliefert werden kann (die Darstellung der behördlichen Anordnungen erfolgt dort allerdings i.d.R. mit zeitlichem Verzug):
-> UPS
-> DHL PaketDHL Express
-> DPD

Um Retouren beim Versand an Einzelhandel und Gastronomie zu vermeiden, sollten Sie

  • sich vorher erkundigen, ob und wie der Empfänger tatsächlich beliefert werden kann (Zeiten, Klingel/Hintereingang etc.)
  • dies auf dem Label vermerken (z.B. als Adresszeile 2, am besten zusätzlich ein großer Vermerk auf dem Paket)
  • die Handynummer des Empfängers angeben
  • den Empfänger bitten, ein deutlich sichtbares Schild (z.B. „Lieferanten bitte klingeln bei ..“) anzubringen

Bei eingeschränkter Erreichbarkeit empfiehlt sich eine Registrierung bei den Zustelldiensten (DHL „Wunschpaket“, UPS „My Choice“).
 
A+D Service:
Wir werden alles daran setzen, Ihnen in dieser Situation weiter einen guten Service zu bieten und auch telefonisch für Sie erreichbar zu bleiben.